Delfine sind schwule Haie

Sie haben es wirklich nicht leicht. Man macht böse Witze über sie, jagt sie oder sperrt sie ein, um ihnen Kunststücke beizubringen und so Geld zu verdienen. Und dann kommen auch noch ein paar Amerikaner und behaupten, sie wären böse. Verantwortlich dafür sind die Zeichner der Kult-Serie Die Simpsons. In einer der jährlichen Halloweenepisoden spielen Delfine die böse Hauptrolle.

Von wegen süß und lieb

In der Folge "D-D-Der G-G-Geister D-D-Dad" aus Staffel 12 verhilft Lisa einem Delfin zur Flucht aus einer Tiershow. Das Tier ist jedoch nicht einfach nur ein eingesperrtes Opfer der Menschen, sondern der böse Anführer der vor Zeiten vom Land verjagten Säugetiere. Er nutzt seine Befreiung um seine Streitkräfte zu sammeln und wieder gegen die Menschen in den Kampf zu ziehen. Auf den Hinterflossen laufend erobern sie das Stadtzentrum, in dem sich die Bewohner von Springfield versammelt hatten, um die merkwürdigen Vorkommnisse der letzten Zeit zu besprechen. Im typischen Stil der gelben Serie wird hier eine Szene aus einem Kultfilm kopiert. Die Delfine umzingeln eine Telefonzelle wie die Vögel von Hitchcock. Nach einem kurzen erfolglosen Kampf finden sich die Menschen im Wasser wieder.

Gewalt ist eine Lösung?

Diese Folgen zählt zu den weniger beliebten der Serie, was jedoch nicht an den Tierliebhaber liegt. Vielmehr wird die Gewalt bemängelt, die in dieser Folge so stark ist wie selten. Dies ist zumindest der Konsens der Fanforen. Es gibt jedoch durchaus andere Horrorfolgen, die mit mehr Blut arbeiten und für die untere Schicht der Zielgruppe wirklich unpassend ist.