Eine wunderbare Begegnung mit den Lieblingen des Meeres
Vor zwei Jahren war ich mit einer Freundin in Neuseeland!
Von dieser Reise möchte ich hier allerdings weniger berichten - vielmehr möchte ich ein Ereignis erzählen, das mich bis heute fasziniert und berührt und mir immer noch eine Gänsehaut über den Körper treibt, wenn ich mich daran erinnere.
Wir waren ziemlich weit in den Süden gefahren. Dorthin, wo es nur noch wenige Touristen gibt, dafür umso mehr der unberührten Natur. An einer Bucht hielten wir an, um uns ein wenig die Beine zu vertreten und das raue Meer zu genießen. Wir saßen wenig später auf einem Fels, nah der Wellen, als meine Freundin mich am Arm packte und auf etwas zeigte, das sich scheinbar im Meer bewegte. Angestrengt schauten wir beide hinaus und plötzlich sahen wir sie: Delfine! Ein Schwarm von ca. vier oder fünf Tieren, die in der Bucht umher schwammen, ab und zu ihre Rückenflosse zeigten, um dann wieder in der Tiefe zu verschwinden.
Was hielt uns noch an Land?? Wir zogen uns unsere Badesachen an und rannten übermütig an den Strand und in das eisig kalte Wasser. So kalt war es, dass es sich anfühlte, als würde jemand mit tausend winzigen Nadeln meinen Körper malträtieren. Ich schnappte nach Luft, weil sich durch die Kälte scheinbar meine Lungenflügel verengten. Aber all das war mir in diesem Moment egal...
Ich wollte hinausschwimmen, ich wollte zu den Tieren, die dort im Meer ihre Runden zogen. Wir schwammen, kein Mensch war in der Nähe. Es war ein atemberaubendes Gefühl - wir waren inmitten der Natur. Alles, was uns umgab, war Natur. Da gab nichts, was das Bild störte, nichts, das von Menschenhand gefertigt war. Und auf einmal tauchte direkt neben mir ein Delfin aus dem Wasser! Ich war so überrascht, dass ich im ersten Moment sogar das Atmen vergaß. Still paddelte ich auf der Stelle, aus Angst, eine schnelle Bewegung könnte das Tier verjagen. Es war nur ein Moment, dann tauchte er wieder unter - nur um kurz darauf erneut unmittelbar vor mir zu erscheinen. Er war so nah, ich hätte meine Hand nach ihm ausstrecken mögen.
Aber all diese Beschreibungen, all diese Worte sind nichts, vermitteln nicht im Mindesten, was ich in diesem Augenblick empfand. Es war ein Moment der Atemlosigkeit, ein Moment, in dem die Welt still zu stehen scheint, so reich, so voll von purem Glück ist er! Man fühlt solch eine unbändige Freude in sich aufsteigen, dass man an seinen Emotionen fast zu ersticken droht. Soll man schreien, weinen, jubeln? Man weiß es nicht! Aber in diesem Moment könnte man die ganze Welt umarmen vor Glück!